
natürlich entsteht nicht jeder song auf die selbe weise, auch nicht gleich schnell, und immer steuert jeder was anderes bei, einen anderen part, eine neue idee für einen ablauf... kollektives arbeiten am song. das klappt bei uns immer. ganz egal was wir anstellen, kommt auch fast immer was brauchbares dabei raus. aus dem stadium verbaler kommunikation sind wir allerdings schon längst raus. reden brauchen wir nicht mehr viel. einer spielt etwas, der andere spielt etwas, der dritte findet's gut oder nicht, wie auch immer ist beides egal, dann kommt am ende irgendwas raus. und das ganze geht schnell wie immer, flott und locker. meistens läuft das ganze ohne gewalt ab, nicht immer aber.
bei BARRICADES gab's zuerst den bass, oder vielmehr die basslinie. an der hing sich alles auf. der anfang und das ende, die gitarre und die stimme und das schlagzeug sowieso. rund um diesen mittelpunkt herum wurde der song konstruiert. und das ganze natürlich schnell, aber mit der nötigerweise angebrachten sorgfalt, dem spass den wir immer haben und der einsicht, dass es gut klingt. und fertig. das ganze noch im tonstudio 45 aufgenommen und ab die post und das bier zum feiern war schon getrunken. und aufwiedersehen.
nein echt jetzt, diese band hat so viele songs im repertoire, dass man irgendwo zeit reinholen muss. musiker unter euch werden vielleicht folgendes phänomen kennen: man nimmt etwas auf, will es perfekt machen, steht zB im studio und spielt die gleiche linie wieder und wieder und wieder und wieder... take um take müht man sich ab die perfekte spur einzuspielen, nur um plötzlich draufzukommen, dass die allererste variante die beste war. doch um das zu erkennen, musste man erst fünfzigmal das gleiche spielen.
BARRICADES war fertig, klang gut, und aus. weiter mit den restlichen 42 songs.
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