
jede melodie, die jemals aufgeschrieben wurde und jede melodie, die in zukunft noch entstehen wird, gibt es bereits. sie schwirrt in form dunkler materie durch die luft (und durch das vakuum) und pflanzt sich in obszöner weise fort, meist unkontrolliert und spontan, aber immer obszön. ein paar melodien werden auf der erde von instrumenten eingefangen und so für uns im engen korsett eines arrangierten songs hörbar wiedergegeben. so wird die melodie ihrer freiheit beraubt und in ein lied gesperrt. eine dieser melodien haben wir uns geschnappt und in 'you got to know yourself' gesperrt. allerdings ist ihr das ziemlich egal, denn sie bekam den platz an der sonne: das intro!
der rest war nur eine frage von wenigen stunden. wenn das grundthema steht, ergibt sich der rest wie von selbst. die klassische strophe mit modernem anstrich war für uns klar, ebenso der refrain. und wie um an bessere zeiten zu erinnern oder mit dem intro um den platz im licht zu konkurrieren drängte sich die mittlere passage im song förmlich auf! oh wie angenehm wenn sich songteile von selbst arrangieren! man steht dann nur mehr im raum und kann sich in seinen gedanken schon dem nächsten song hingeben. oder was auch immer.
und so fomen sich unzählige kleine, besonders obszöne single-melodien zu einem mächtigen konglomerat und treten gemeinsam in den unheiligen stand der songstruktur. aneinander gebunden durch die entwaffnende logik eines koherenten songverlaufs.
auf dass sie für immer zusammenbleiben!