DEAD END

12.06.2008 ... NAME A GAME releaseweek!

part II: HINTERGRUND

um was geht es denn nun eigentlich in 'name a game' ? unsere welt ist ja an themen für lieder weiss gott nicht arm. und für diesen song wurde ein nach aussen schwieriges, nach innen aber überraschend simples thema aufgegriffen: jenes der gentechnik. nun kann man von gentechnik halten was man will, es ist aber wie bei jeder neuen technik wichtig, sich mit einem gesunden maß an vorsicht der thematik zu nähern und zu versuchen, diese möglichst objektiv zu betrachten. von vornherein zu sagen 'alles ist bestens!' ist und bleibt einer der klassisch großen fehler in der menschheitsgeschichte. vor allem wenn dieser satz im zusammenhang mit den geschäftsinteressen eines großen konzerns steht. doch jetzt kommt das beste: genau DAS ist bei einer firma der fall, die in weiterer folge mit M bezeichnet wird.
die geschichte von M ist lang und umstritten. mittlerweile ein saatgutkonzern, war M auch maßgeblich an der entwicklung der ersten atombombe im rahmen des manhattan projekts beteiligt und während des vietnamskrieges ein wichtiger lieferant des kampfstoffs 'agent orange'. seit den späten 1990er jahren kaufte M saatgutfirmen überall auf der welt auf - eine denkbar wirkungsvolle methode um die anvisierte monopolstellung zu erreichen. seit den 1980er jahren erwarb M die patentrechte zahlreicher gentechnischer methoden - und die patentrechte auf bestimmte gensequenzen. eine perversion unserer zeit. gentechnisch manipulierte pflanzen werden als rezept gegen den hunger der welt verkauft. menschen sollen von den gesteigerten landwirtschaftlichen erträgen profitieren können. doch die wahren hintergründe sind wohl andere. M verkauft und vertreibt ein totalherbizid, welches auf fast alle pflanzenarten toxisch wirkt und so felder von unerwünschten kräutern u.ä. freihalten soll. praktischerweise werden - im set sozusagen - pflanzen angeboten, die gegen dieses gift resistent sind --- und deren patentrechte bei M liegen. der sinn des ganzen ist folgender: bauern sollen das herbizid zusammen mit den pflanzen kaufen. anschliessen können sie - so der plan - das herbizid ohne größere bedenken und in geringeren mengen als andere pflanzengifte auf ihren feldern gegen unkraut einsetzen (die genmanipulierten pflanzen sind ja resistent). die folge ist die totale abhängigkeit des bauern von einem einzigen konzern. aus verschwiegenen gründen muss die dosierung des gifts über die jahre immer weiter erhöht werden, damit es seine wirkung nicht verliert. abhängigkeit galore! dies alles zeigt nur einen winzigen teil von M. widerstand gibt es. ach ja: gentechnik kennt keine grenzen (im geographischen sinn). M ist skrupellos: LESEN!